Ulrike Rodríguez
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Ulrike Rodriguez Ulrike Rodríguez (Wildnispädagogin und Gewinnerin des Schreibwettbewerbs Schwerin 2007) liest Gedichte und singt Lieder, die ihr das Leben schrieb.

Ich bin Ulrike Rodríguez. Ulrike- das ist die, die ein reiches Erbe bewahrt- in meinem Fall das natürliche und das kulturelle. Das ist, worauf es mir ankommt. Ich wünsche mir, dass Reichtum und Schönheit der Natur, Geschichten, Lieder und überliefertes Wissen bewahrt bleiben- für mich, für meine Kinder, für unser aller Kinder und Kindeskinder.

Seit frühester Kindheit liebe ich die Natur mit allen Fasern und in allen Formen: die Rinnsteinpflanze mitten in der Stadt, die Eisblumen am Fenster, das Gras unter den Füßen im Park, die wandelbare Stimme des Wassers, die zärtliche Umarmung des Waldes, den vielstimmigen Gesang der Vögel, Berührung von Wind und Sonne auf der Haut, die faszinierenden Begegnungen mit Menschen und Tieren…

Diese Liebe führte mich von der Lust am Draußen-Spielen in der Kindheit über vielfache Erfahrungen als Gruppenleiter in Ferienlagern zum Studium Dipl.-Biologielehrer / Freundschaftspionierleiter. Als ich in Ecuador die unfassbare Schönheit und Fülle und gleichzeitig die Zerstörung des Urwalds mit eigenen Augen sah, ahnte ich, dass ich eine Aufgabe hatte.  So studierte ich Umwelt und Bildung, schrieb meine Masterarbeit zum Thema „Coyote-Teaching oder die Unsichtbare Schule“- einer bei Naturvölkern abgeschauten versteckten Art des Lernens und Lehrens, wie sie auch bei Wildnisschulen in Deutschland verbreitet ist- und hängte gleich noch eine dreijährige, recht praxisorientierte Weiterbildung „Wildnispädagogik“ dran. Ich bin sicher, dass ich auch den Rest meines Lebens zu einem großen Teil mit Lernen verbringen werde, aber genauso spüre ich den Wunsch, das auf vielen Gebieten Erlernte zu teilen. unsere Partner

Wertvolle praktische Erfahrungen, auf die ich jetzt zurückgreifen kann, sammelte ich u. a. als Lehrerin für Naturwissenschaften und Sprachen (Spanisch, Englisch) an verschiedenen Schulen und an Einrichtungen der Erwachsenenbildung, als Freizeitpädagogin, als ehrenamtliche Mitarbeiterin eines Freien Theaters (FTS im TIK), auf Reisen in die Heimat meines Mannes nach Ecuador, als Koordinatorin im Kirchentagsbüro und im Internationalen Schüleraustausch, gelegentlich als Dolmetscherin, Übersetzerin und Autorin,  vor allem aber bei zahlreichen persönlichen Begegnungen in und mit der Natur und bei den Camps und Seminaren, die ich in Deutschland und Ecuador seit 2007 schon bestritten habe.

Ich danke all meinen Lehrern und bin froh über alle herausfordernden Situationen, die Lernen möglich machten. Jetzt bin ich hier, um zu lehren und zu lernen und um zu weiteren Begegnungen mit der Natur einzuladen.

Ich glaube, dass der Mensch schließlich erhalten wird, was er liebt. Liebe kann man nicht lehren, man kann nur Begegnungen ermöglichen, aus denen vielleicht Liebe erwächst- weil sie eigentlich schon immer da war.

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9. MV-Tag in Schwerin ( 15.08.2010 )
 
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